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Die Erbschaft (K)
Die Höhle (K)
Die Eheschließung (V)
Das Moor (V)
Rote Augen (V)
Die Versuchung (K)
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Der Jurastudent im letzten Semester, Jack MacLeod, ist nicht begeistert, als sein Vater ihn zur Annahme einer größeren Erbschaft nach Schottland schickt. Er hatte nicht einmal gewusst, dass er noch Verwandte in Schottland besaß. Allerdings erscheint alles in einem völlig anderen Licht, als Jack erfährt, dass es sich bei der Erbschaft um eine gut erhaltene Burg, etliche Millionen, einen Bentley und einen Adelstitel handelt. Keine Frage, dass Jack das Erbstück sofort besichtigt.
Dass er bereits am Tag seiner Ankunft beinahe von einem Kronleuchter erschlagen wird, schmälert seine Freude kaum. Auch das wirre Gerede des Butlers über einen mysteriösen Fluch kann seine Euphorie nicht trüben.
Doch nach und nach häufen sich die unheimlichen Geschehnisse, die ihren Anfang mit dem Auftauchen einer Geistererscheinung nahmen. Und dann gibt es einen Toten.
Gemeinsam mit einem Privatdetektiv, einer Parapsychologin und dem Verwalter macht sich Jack daran, das düstere Geheimnis zu lüften, das auf Glenmore Castle liegt!
Ist es wirklich der Geist des alten Duke oder ist noch jemand auf das riesige Vermögen aus?

Zum_Seitenanfang © 2003 by C. Hüsing Zum_Seitenende

Der einsame Platz in den Rocky Mountains irgendwo in Montana hätte nicht idyllischer sein können. Der ideale Ort, um ein paar Tage zu zelten. Doch als Zag im Gras eine alte Indianer-Feder findet, ahnen er und seine Freunde noch nicht, dass dies der Beginn einer Kette von Ereignissen ist, deren Ursprung bis weit in die Vergangenheit zurückreicht. Was hat es mit dem Gold auf sich, das die anderen im Fluss finden? Woher kommt das nächtliche Geheul der Kojoten?
Dann begegnen eines Nachts Zag, Sunny und Nik einem mysteriösen Indianer-Häuptling, der ihnen die tragische Geschichte seines Volkes erzählt, und ihnen in einer apokalyptischen Vision den Untergang der Menschheit ankündigt.
Liegt die Antwort auf all die Fragen am Fuße der geheimnisvollen Treppe, die tief hinab in eine Höhle inmitten der Berge führt, dort wo die sechs jungen Leute Dinge sehen, für deren Schönheit und Schrecken es keine Worte gibt?

Zum_Seitenanfang © 2003 by C. Hüsing Zum_Seitenende

Sie saß an ihrem Schreibtisch und beugte sich über einen Briefblock. Sie schrieb. Über den Bildschirm des alten Farbfernsehers, der neben dem Fenster hinter ihrem Schreibtisch stand, huschten schnell wechselnde Bilder. Es war eine dieser amerikanischen Vorabendserien.
Manchmal hob sie den Kopf, um einen Blick zum Fernseher zu werfen und die Geschehnisse für ein paar Minuten zu verfolgen. Dann konnte ich das Profil ihres Gesichtes betrachten. Eine gerade Nase, volle Lippen, lange Wimpern. Die rötlichen Haare fielen in weichen Wellen über ihre Schultern. Es war beinahe erschreckend, wie sehr sie meiner Frau ähnelte. Damals, Anfang der zwanziger Jahre, hatte meine Frau keinen der Mantel-und-Degen-Filme verpasst. Besonders die mit Errol Flinn.
Ein unbewusstes Lächeln huschte über das Gesicht des Mädchens am Schreibtisch, als sie den Hauptdarsteller der Serie auf dem Bildschirm erblickte. Dann folgte der Abspann und sie wandte sich wieder ihrer Schreibarbeit zu. Ich trat ein wenig näher an sie heran und beugte mich über ihre Schulter, um zu sehen, was sie da schrieb. Offenbar führte sie eine Art Haushaltsbuch. Mit akribischer Genauigkeit trug sie Zahlen in eine Tabelle ein. 37,91 Benzin, 12,00 Benzin. Und noch ein paar weitere Beträge. Dann schrieb sie weiter. 25,00 Ring (Flohmarkt Berlin).
Jetzt war es an mir zu lächeln.
Rasch addierte sie die Beträge, legte den Stift zur Seite und griff nach der Fernbedienung. Sie schaltete auf einen anderen Kanal um. Doch die amerikanische Komödie mit Hardy und Laurel schien sie nicht zu interessieren. Wie sonderbar! Damals, zu meiner Zeit, war alles, was aus Amerika kam, das Beste gewesen. Nylons, Kaugummis und Zigaretten. Und für einen amerikanischen Film, der im Kino lief, hätte man wochenlang gespart.
Schließlich begann sie den Schreibtisch aufzuräumen. Papiere in die Schublade, eine Flasche auf den Boden neben ihrem Stuhl, ein Paar Ohrringe in den Schmuckkasten.
Langsam ging ich um den Schreibtisch herum, um in ihr Gesicht sehen zu können. Sie war wirklich wunderschön. Ihr Name war Eva. Sie war etwas älter als meine Frau bei unserer Hochzeit. Ich spürte ihren Blick.
Doch dann wandte sie sich um und schüttelte den Kopf. "Mama?"
Natürlich erhielt sie keine Antwort. Sie warf einen kurzen Blick auf den Fernseher und seufzte. Und dann zog sie den Ring vom Finger, den sie in Berlin gekauft hatte. Es war ein Ehering. Sie hielt ihn ins Licht der Lampe und versuchte die Gravur zu lesen. K. R. 1925 Berlin.
"Nun, Eva?" fragte ich leise. "Wüsstest Du gerne, wer das ist? K. R.? Karl Reuter! Das bin ich!"
Sie ließ den Ring mit einem leisen Plink! auf den Schreibtisch fallen. Ihre erhobene Hand zitterte. Ihre Wangen waren ganz bleich geworden. Sie hörte meine Stimme tief in ihrem Innern wie ein leises Flüstern.
"Ich wollte Dich nicht erschrecken, Eva", sagte ich. "Habe keine Angst!"
Das arme Ding. Wie versteinert saß sie da und starrte auf den schimmernden, goldenen Ring. Ungläubigkeit und Entsetzen malten sich in ihre Züge.
"Ach, Eva!" Lautes Lachen schüttelte mich. Ich streckte meine Hand aus und nahm den Ring, den meine Frau getragen hatte, bis sie kaum ein Jahr nach unserer Hochzeit im Kindbett gestorben war.
Eva sah den Ring an, der vor ihr zu schweben schien. Sie rührte sich nicht, sie schrie nicht einmal. Vorsichtig nahm ich ihre Hand in meine. Sie wollte sie zurückziehen, doch ich hielt sie mit sanfter Gewalt fest.
"Aber, Eva! Keine Angst! Ich bin es doch! Karl, Dein Bräutigam!"
"Nein, nein", begann sie zu wimmern. Ihre Lippen zitterten und ihre kleine Hand war kalt und klamm vor Entsetzen.
"Und nun, mein Engel, ein Kuss für die Braut!" Ich beugte mich ein wenig vor.

Ihren Schrei hörte niemand mehr. Das wusste ich. Wir befanden uns bereits in jenem Raum zwischen Leben und Tod, der von der Finsternis des Diesseits noch beschattet und von der Helligkeit des Jenseits bereits schon erleuchtet wird. Sie schrie noch immer, obwohl ich beruhigend ihre Hand hielt.
"Eva, beruhige Dich doch", sagte ich. "Du bist jetzt meine Frau! Du trägst doch meinen Ring!"
Doch sie hörte einfach nicht auf zu schreien.
"Liebling, sieh doch nur!"
Vor uns lag eine bezaubernde Wiese mit bunten Blumen und weichem Gras im himmlischen Licht der Ewigkeit.
"Das soll das Lager für unsere Hochzeitsnacht sein! Bitte schrei doch nicht mehr!"
Und während sie schrie, sah sie mich an. Sie sah mich noch immer an, als ihre Schreie in ein leises Wimmern übergingen. Ihre Augen waren starr und leer.
Vielleicht hätte ich ihr, bevor ich sie mitnahm, sagen sollen, dass damals 1944 mein Panzer von einer französischen Granate getroffen worden war...

Zum_Seitenanfang © 2003 by C. Hüsing Zum_Seitenende

Die Dunkelheit umgab mich wie ein schwarzer, schwerer Umhang. Das schimmernde Flackern der Sterne und das unheimliche Licht des großen, weißen Vollmondes durchdrangen schemenhaft die grauen Nebelschwaden. Ich konnte nicht einmal meine Füße sehen, wenn ich zu Boden blickte. Ein beängstigendes Gefühl! Ich spürte, wie ich immer mehr im torfigen Morast des Moores einsackte. Fluchend, nach meiner Taschenlampe suchend, stolperte ich einige Schritte vorwärts und der saugende Untergrund gab mit einem Schmatzen meine Füße frei. Verfluchter Mist! Die Taschenlampe lag im Lager in meinem Zelt, am Rande des Moores. Einen kurzen Moment horchte ich auf die Stille, die mich umgab und nahm den feuchten, süßlichen Geruch von brackigem Wasser und Moos wahr. Leises Gluckern, hin und wieder das Quaken der Frösche und der unheimliche Schrei eines Vogels.
"Was, zum Teufel, tue ich hier?" brüllte ich und die Geräusche verstummten für einen Augenblick. Warum hatte ich mich bloß dazu überreden lassen diesen Ausflug zu unternehmen? Meine drei Freunde hatten mich am Nachmittag zu der kleinen Dorfkate geschickt, wo wir seit einer Woche unsere Lebensmittel einkauften. Sie lag nicht mehr als zwei Meilen von unserem Zeltplatz entfernt und man konnte sie eigentlich nicht verfehlen, wenn man dem gekennzeichneten Moorpfad folgte. Doch, nachdem ich die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte, war von einer Minute zur anderen ein dichter Nebel aufgezogen und ich vom Weg abgekommen.
Keine Panik! dachte ich. Ärgerlich für die anderen! Die müssen eben noch ein Weilchen auf ihren Räucherspeck und die frische Milch warten. Schließlich war das Moor nicht so groß, dass man sich darin verirren konnte. Keine Ahnung, warum es dann doch passierte. Hat wohl daran gelegen, dass es schließlich dunkel wurde. Wenn man blind umherirrt und nur mit tastenden Schritten vorwärts kommt, um nicht in ein Sumpfloch zu fallen, ging man unweigerlich im Kreis herum. Nur keine Panik!
"Verdammter Mist", brüllte ich noch einmal. Keine Panik! Sobald ich festen Boden unter den Füßen hatte, würde ich mich nicht mehr von der Stelle rühren. Shit! Wo war das verdammte Sturmfeuerzeug? Ah! Klick! Die kleine, flackernde Flamme war kaum ausreichend, die Nebelwand vor mir zu durchdringen, aber der winzige, helle Schein verschaffte mir ein vages Gefühl von Sicherheit. Als ich mir die Zigarette (Ein handfester Joint wäre mir lieber gewesen...!) anzündete, bemerkte ich, dass meine Hand zitterte. Keine Panik! Zu meinen Füßen waberte der Nebel und ich stellte erst jetzt fest, dass meine nagelneuen Turnschuhe im stinkenden Moder stecken geblieben waren. Sei's drum! Das Feuerzeug vor mich haltend, um so weit wie möglich zu sehen, ging ich Schritt für Schritt weiter.
Knack! Ich hörte gerade noch ein hölzernes Knacken, dann lag ich auch schon in einer Lache stinkenden Wassers, die Hand mit dem Feuerzeug erhoben, dessen Schein auf die gebleichten Knochen einer Leiche fiel, die sich im letzten Stadium der Verwesung befand und erbärmlich stank. Ich hörte mich entsetzt aufschreien, dann stolperte ich so schnell es ging weiter, blieb schließlich keuchend stehen und sah mich schaudernd um.
"Sauerei!" Keine Panik! Durch die feuchten Sohlen meiner Socken spürte ich, dass ich festen Boden unter den Füßen hatte. Fühlte sich wie Moos an. Ich ging in die Hocke und strich vorsichtig über den Pflanzenbewuchs. Tatsächlich, Moos!
Der Gedanke, hier die Nacht verbringen zu müssen, trieb mir eisige Schauer über den Rücken und ich fing an laut vor mich hin zu pfeifen. Und während ich pfiff, fiel mir auf, dass die Geräuschkulisse angeschwollen war zu einem Crescendo von Quaken, Pfeifen, Trällern, Gluckern und Zischen. Urplötzlich verstummten die Geräusche. Doch ganz in der Nähe hörte ich ein leises Summen. Welch ein Horrortrip! Das Summen hörte sich wie eine defekte Gasleitung an, konnte ich noch denken, während ich mit dem Feuerzeug die Gegend ausleuchtete, dann entzündete sich das ausströmende Methan mit einem ohrenbetäubenden Fauchen und der Druck der Explosion warf mich hart zu Boden.
"Willst Du dich umbringen, Du Blödmann?" fragte ich laut und starrte in die blauweiße Flamme des Irrlichts, das den finsteren Nebel weithin in eine dicke, milchige Brühe verwandelte, in der ich jetzt schemenhafte Schatten von Büschen und Baumleichen erkennen konnte. Die Wärme der Gasflamme war ebenso gut wie ein Lagerfeuer und würde vermutlich brennen, bis es hell wurde. Das kam natürlich auf die Größe der Gasblase an und auf die Geschwindigkeit, mit der das Methan entwich. Ich gab mich einem gezwungenen Optimismus hin. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es eine lange Nacht werden würde. Noch fünf Stunden bis Sonnenaufgang. Die anderen würden mich sicher suchen! Oder? Ich setzte mich im Schneidersitz auf die weiche Moosfläche und durchsuchte meinen Rucksack nach eventuell vergessenen, halb geschmolzenen Schokoriegeln, fand aber nur eine halb volle Packung Bison-Tabak und ein paar zerknautschte Blättchen, eine Hand voll zerbröselter Kekse und vier zerfledderte Clever & Smart-Hefte. Na, besser als gar nichts! Ich drehte mir also eine Zigarette, gestattete mir einen weiteren Blick auf die dunklen Konturen im Nebel und die ruhig brennende Gasflamme, dann versuchte ich mich auf die Comics zu konzentrieren. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl beobachtet zu werden. Ich war fast sicher, dass gleich aus dem Dunkel hinter mir eine Hand nach mir greifen und ein rotäugiger Werwolf mir die Kehle durchbeißen würde. Wahrscheinlich hatte ich zu viele schlechte Filme gesehen. Als ich meine Jacke auszog und mich darunter verkroch, kam ich mir jämmerlich albern vor, aber ich konnte nichts dagegen tun. Ich hatte eine Heidenangst! Genau wie diese Leute, die nachts um nichts in der Welt die Abkürzung über den Friedhof nehmen, obwohl sie wissen, dass ihnen eigentlich nichts passieren kann. Lieber machen sie einen Umweg. Man weiß ja nie! Schuld daran sind vermutlich alte Horrorklassiker, die uns in düsteren Farben schildern, was uns nachts auf Friedhöfen, in Mooren und an einsamen Wegkreuzen alles geschehen kann. Ratio contra literarisch suggerierte Horrorphobie.
Dass es mit meiner Vernunft und Logik nicht mehr weit her war, merkte ich daran, dass ich nervös vor mich hin pfiff und die Comicseite bereits seit einer halben Stunde anstarrte, ohne etwas gelesen zu haben. Ich spürte förmlich wie mein Ich unter der roten Windjacke zusammenschrumpfte, als ich auf die Schatten im Nebel starrte.
"Aaaaaaaah!"
Ich erstarrte. "Wer ist da?"
"Aaaaaaaaaaaaah!" Das Geräusch kam näher. Gleich würde ich einen hysterischen Anfall bekommen.
"Aaaaaaaah!" Eine Gestalt schleppte sich durch den Nebel hinkend auf mich zu.
Ich hätte in diesem Moment meine Seele verkauft, wenn ein Wunder das Moor um mich herum hätte verschwinden lassen. Aber es geschah kein Wunder. Ich war unfähig mich zu rühren, aber Gott sei Dank änderte die Erscheinung ihren Kurs und hinkte einen halben Meter entfernt an mir vorbei. Ich konnte nicht anders, als ihr nachzustarren. Es war ein Mann in einer dunklen Kutte.
"Ich träume, ich träume, ich träume!"
Das schmerzverzerrte Gesicht des Mönches war blutüberströmt. Ihm fehlte eine Hand, desgleichen ein Fuß, was der Grund für sein Hinken war. Er gab ununterbrochen ein schmerzvolles Stöhnen von sich und als er an mir vorbei hinkte, stellte ich fassungslos fest, dass zwei Messer in seinem Rücken steckten. Langsam verschwand er im Nebel und das Stöhnen verstummte.
Das musste ein Traum sein! Oder ich wurde wahnsinnig! Ja! Das musste es sein! Oder ich saß im Lager am Feuer und dies hier war ein Horrortrip! Genau! Ich war auf einem Horrortrip, weil der Stoff in dem Joint, der gerade die Runde machte, schlecht war! Richtig! Ich brach in hysterisches Gelächter aus. Noch immer brannte die Gasflamme.
"Hähähähähä!"
"Schluss jetzt", rief ich laut in den Nebel.
"Hähähähä", tönte es hämisch zurück. Zischsch! Ich hob den Dolch auf, der vibrierend neben mir im Moos stecken geblieben war, und warf ihn zurück.
"Autsch!" Stille. "Hey, Sie, was soll denn das?" rief eine keifende Stimme. Eine in dreckige Lumpen gehüllte Gestalt erhob sich aus einer Wasserlache, hustete röchelnd und zog sich zu meinem Entsetzen den Dolch aus der Brust.
"Oh, mein Gott!"
Das Gesicht der Hexe im Licht des Gasfeuers war derart von einer Hakennase und Warzen entstellt, dass man kaum ihre eigentlichen Gesichtszüge erkennen konnte.
"Hatschi!"
Ein großer Schleimklumpen klatschte vor meine Füße. Gleich würde ich mich übergeben.
"Haben Sie meinen Mann gesehen?" fragte sie beiläufig, aber nicht unfreundlich.
"Den Mönch?"
"Ja!"
"Da lang", antwortete ich und wies hinter mich. "Ich glaube, er war verletzt!"
Sie kicherte. "Nein, nein! Er war tot!" Ihr hämisches Gackern tönte noch in meinen Ohren, als die Alte schon längst im Nebel verschwunden war.
"George", sagte ich laut zu mir selbst. "Du hast eben einen Untoten gesehen und mit einer Moorhexe geplaudert!" Ich konnte gar nicht mehr so recht daran glauben, dass dies ein Horrortrip war. "Was schickt ihr mir als nächstes?" brüllte ich. "Einen Werwolf?" Hastig zündete ich mir eine weitere selbst gedrehte Zigarette an und sog hektisch daran. "Oder den Leichnam meiner Großmutter?" Der Klang meiner Stimme übertönte die zahlreichen Geräusche des Moores. "Und wie wäre es mit ein paar Vampiren?" Wie um meine Worte zu unterstreichen, flatterten ein paar Fledermäuse über mich hinweg. Ich zuckte noch nicht einmal zusammen.
"Ich bin nicht hysterisch", brüllte ich so laut ich konnte. "Aber holt endlich jemanden, der mich aus diesem verfluchten Moor rausbringt!" Ich war hysterisch und ich hätte dem Teufel persönlich die Füße geküsst, wäre er erschienen, um mich aus dem Moor zu führen.
Dann war es plötzlich still, dann ertönte ein Platschen, dann ertönte eine Fanfare.
"Der Fürst von Evil's Corner", erklang eine weibliche Stimme ganz in meiner Nähe und ein helles Licht beschien wie ein Spotlight eine junge Frau in einem zerrissen, fleckigen Rokokokleid. Das Auffallendste an ihr waren ihre roten Augen, die leichenhafte Blässe und die Blutflecken in ihrer hellblauen, turmhohen Frisur. Wäre sie nicht ein Vampir gewesen, hätte sie ziemlich gut ausgesehen. Vampir? Dass mir die Zigarette vor Schreck aus dem Mund gefallen war, merkte ich erst, als sie sich durch den Stoff meiner Jeans gefressen hatte und mein Knie verbrannte.
"Autsch!" Mit einem Ruck fegte ich den Stummel weg.
"Na, na, na", sagte eine sonore Stimme über mir.
Mein Blick fiel auf einen gut aussehenden Mann in den Vierzigern mit markanten, männlichen Zügen. Sein Blick ruhte wohlwollend auf mir. Hätte ich ihn abends im Pub getroffen, wäre er mir völlig normal vorgekommen. Aber die Tatsache, dass er ein rot gefüttertes Cape über Jeans und Cowboystiefeln trug und zwei kleine Hörner durch sein welliges Haar wuchsen, machte mich stutzig.
"Teufel", fluchte ich.
"Ja, bitte?"
"Was soll das?" schimpfte ich. "Seid ihr eine Touristenattraktion oder so was?"
"Aber nein!" Der Typ zog geringschätzig eine Augenbraue hoch. "Natürlich nicht!" Er schüttelte den Kopf über meine Unwissenheit, dann deutete er eine leichte Verbeugung an. "Fürst Luzifer, von Evil's Corner", stellte er sich vor.
Ich erhob mich und schüttelte die dargebotene Hand mit den langen, nach unten gebogenen Fingernägeln.
"Hamilton! George Hamilton", erwiderte ich, doch dann gefror mir das Blut in den Adern. Luzifer! Der Teufel! "Der Teufel", entfuhr es mir.
"Genau", bestätigte der Ex-Engel beiläufig. "Schon von mir gehört?" Er trat einen Schritt auf mich zu und sah mich freundlich an. "Also zur Sache! Sie wollten mich sprechen", sagte er.
"Nein!" Wieso, zum Teufel (Äh, zum Henker...!), wirkte das alles so echt? Ich klammerte mich an meiner Jacke fest und suchte fieberhaft in meiner Tasche nach Tabak und Blättchen.
"Feuer?" fragte der Fürst höflich und ein Funken sprühender Daumennagel näherte sich dem Ende meiner Zigarette.
Schwarz! dachte ich. Schwarz, schwarz, schwarz! Jemand rüttelte an meiner Schulter. Mein eigener Schrei holte mich zurück in die Wirklichkeit. Fast wäre ich von dem Stuhl gefallen, auf dem ich saß. Die Gasflamme war noch da, der Moosfleck war noch da. Zwischen uns stand ein kleiner Tisch. Eine Kerze, zwei Kristallgläser, ein silberner Aschenbecher und eine Flasche Glenfiddich.
"Sie sind in Ohnmacht gefallen, Mister Hamilton! Die Nerven?" fragte er teilnahmsvoll.
Ich nickte ergeben und trank den Whiskey. "Bitte", sagte ich. "Ich will hier weg!"
Der Fürst nickte. "Das wollen sie alle!"
Ich schluckte. "Was verlangen Sie von mir, wenn Sie mich hier rausbringen?"
Ein breites Grinsen huschte über das teuflische Gesicht. "Sie gefallen mir", antwortete er statt dessen. "Gleich zum Geschäft zu kommen! Ja! Ich will ihre Seele!"
"Äh,... meine... Seele?"
"Ich bitte Sie! Das ist doch wohl ein faires Angebot!"
"Nun, ja...!" Kein Traum, kein Horrortrip! Ich kam mir irgendwie blöd vor. "Sir, ich bin Atheist! Ich glaube nicht an Gott! Also glaube ich auch nicht an Sie!" Zack! Das hatte gesessen. Ich lehnte mich befriedigt zurück.
"Hach, Sie Schelm", säuselte der Teufel kichernd.
Fast hätte ich losgelacht. Dududu! Hahaha!
"Aber ich sitze trotzdem hier! Und aus dem Moor kommen Sie ohne mich nicht raus!"
Für einen Moment hoben sich die Nebel und ich sah die verlorenen Seelen im Moor herumkriechen.
"Alles Atheisten", erklärte der Teufel und lachte hämisch.
Donnerwetter! Mit dem Mann war nicht zu spaßen! Das Moor war erfüllt vom Stöhnen und Wimmern der Untoten, dann senkten sich die Nebel.
"Tja", sagte der Fürst entschuldigend. "Also, kommen wir ins Geschäft?"
Hatte ich eine Wahl? Konnte ich Zeit schinden?
"Nun, was ist?"
"Sie wollen meine Seele? Wie sind die Vertragsbedingungen?"
Der Fürst zog ein zusammengefaltetes Blatt Papier aus der Tasche und überflog es hastig.
"Ich werde Sie an ihrem Todestag zu mir rufen und Sie werden mir dienen! In genau siebenundfünfzig Jahren, acht Tagen, neun Stunden, elf Minuten und dreiunddreißig Sekunden!" Er legte den Vertrag auf den Tisch. "Sie müssen hier unterschreiben!" Er tippte mit einem langen Fingernagel auf das Papier.
"Aha", sagte ich und überlegte fieberhaft, welches exorzistische Ritual den Teufel vertreiben würde. "Wie ist es in der Hölle?" fragte ich.
"Heiß!"
"Wie heiß?"
"Nicht sehr", antwortete er. "Sie werden ohnehin im Außendienst tätig sein. Arme Seelen jagen und so...! Dem Laster frönen...!"
"Aufstiegschancen?" wollte ich wissen.
"Sicher!" Der Teufel lächelte wohlwollend.
Plötzlich erlosch die Gasflamme.
"Oh!"
"Wollen Sie jetzt bitte den Vertrag unterschreiben!" Er reichte mir ein silbernes Skalpell. "Mit dem Blut aus ihrem linken Daumen, bitte!"
Igitt! Ich musste unbedingt Zeit schinden. Es war erst kurz nach drei Uhr. Vielleicht verschwand er bei Sonnenaufgang von ganz alleine. Andererseits, warum sollte es mir nicht egal sein, was in sechzig Jahren mit meiner Seele geschah? Vermutlich würde ich diesen Tag bis dahin ohnehin vergessen haben, aufwachen und denken, dass der Shit verfault war. Forsch griff ich nach dem Skalpell. Ein roter Tropfen quoll aus meinem Daumen. Der Teufel schob den Vertrag zu mir rüber und ich tauchte den Federkiel in das Blut...
"Luzifer", tönte eine zornige Stimme aus den Wolken über dem Nebel und das Kerzenflämmchen flackerte. Der Fürst der Dunkelheit fuhr erschrocken zusammen. Meine Augen folgten seinem Blick und entdeckten ein helles Leuchten, das sich durch den Nebel von oben näherte.
"Was soll denn das jetzt wieder?" fragte ich entnervt.
Eine weiß gewandete Gestalt stand plötzlich neben dem Tisch und klapperte energisch mit weichen, weißen Flügeln. Das goldene Lockenhaar des Typen schimmerte im Glanz des Heiligenscheins.
"Gabriel, Bruderherz, was tust Du hier?" fragte Luzifer sichtlich verstört.
"Das wollte ich gerade von dir wissen, Beelzebub!"
"Hey", rief ich. "Kann mir mal einer erklären, was das soll!" Doch niemand hörte mir zu.
"Luzifer, ich muss schon sagen! Der Junge hat doch noch siebenundfünfzig Jahre, acht Tage, acht Stunden und siebenunddreißig Minuten zu leben. Was soll denn das?"
"Aber Gabriel, es war so eine günstige Gelegenheit!"
"Papperlerpapp", entrüstete sich der Erzengel und riss mir den Vertrag aus der Hand. "Was? Keine Kündigungsfrist?" fragte er energisch. "Du kannst doch keine armen Seelen bescheißen, Mann! Stell dir vor, der wird mal Pfarrer!"
"Pfarrer? Ich bin doch nicht einmal...!"
"Ruhe", fuhr der Engel mich an.
"Aber, Gabriel...!" Der Teufel sank in sich zusammen, als der Erzengel das Vertragspapier in einem Blitz verglühte.
"Der Boss ist sehr erzürnt über dein Handeln, Luzifer. Du hast dich nicht an die Abmachung gehalten! Keine Bekehrung zum Bösen! Du weißt doch: Nur Sünder, Mörder, Diebe, Politiker und Triebtäter, sowie Dirnen, Erpresser und Pantoffelhelden, Korrupte und Ehebrecher...!" Der Erzengel hielt inne. "Der Kleine hier ist ja noch nicht einmal trocken hinter den Ohren. Was weiß der von Gut und Böse! Was macht er überhaupt hier?"
"Ich glaube, er hat sich verirrt", antwortete der Teufel kleinlaut.
"Ha", trumpfte der Erzengel auf. "Das ist ja mal wieder typisch! Du bedienst dich unlauterer Methoden!" Er flatterte erbost mit den Flügeln, schnippte mit dem Finger und der Nebel hob sich. "Vampire, Untote und Nebel! Alles billige Tricks!"
Ich sah von einem zum anderen und kam mir ganz verloren vor inmitten der brüderlichen Streiterei. "Kann ich jetzt gehen?" fragte ich schüchtern.
"Nein", antwortete es zweifach. Die beiden starrten einander an wie wütende Kampfhähne und sonderbarerweise sah der Erzengel viel Furcht einflößender aus.
"Ich gehe ja schon", gab Luzifer klein bei und Paff! war er in einer nach Schwefel stinkenden Qualmwolke verschwunden. Gabriel sah mich an und ich atmete auf. Einem Engel konnte man auf alle Fälle vertrauen.
"Ein unangenehmer Typ, ihr Bruder!"
"Ja, ein Stümper", sagte Gabriel. "Der Boss hat ihn fristlos entlassen!"
"Hä? Aber die Bibel...!"
"Quatsch, Bibel! Das hier ist die Wirklichkeit!" Er machte eine ausladende Handbewegung. Das war's! Dies hier war kein Traum. Erst der Teufel, dann der Engel.
"Darf ich jetzt gehen?" fragte ich noch einmal. "Der Kollege hat sich verzogen und der Nebel auch!"
Gabriel nickte. "Sicher!" Er reichte mir die Hand und schüttelte sie. "Wir sehen uns wieder!" versicherte er kameradschaftlich.
"Klar", sagte ich und wollte gehen.
"Vergessen Sie das hier nicht", rief er mir nach.
Mein Blick fiel auf ein Blatt Papier, einen himmlischen Vertrag. "Da ist ja meine Unterschrift drunter", rief ich erbost. "Wie haben Sie das gemacht? Das ist doch eine Fälschung!"
Der Engel klapperte mit den Flügeln und in seinem sanften Gesicht lag ein diabolisches Grinsen. "Ein kleiner himmlischer Trick, aber unanfechtbar!"
"Betrüger!"
"Nicht doch, Mister Hamilton!"
Ich sah noch wie er die Kopie des Vertrags unter seine Flügel steckte, dann war er verschwunden.

Mit einem lauten Schrei fuhr ich hoch. Meine Augen fanden die Zeltleinwand über mir. Ein Traum! Es war ein Traum! Gott sei Dank. Ich wischte mir aufatmend den Schweiß von der Stirn. Wer will schon in die Hölle kommen oder gar in den Himmel? Mit einem Ruck schlug ich den Schlafsack auf. Meine Füße waren verdreckt, meine Schuhe nicht mehr da, weiche, weiße Federn und ein Blatt Papier stoben auf und sanken langsam zu Boden. Von irgendwoher tönten sphärische Gesänge...
In nomine patris et filii et spiritus sanctii! Amen!

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"Jiiiim!" Ein schrilles Kreischen gellte durch die morgendliche Stille. "Jiiim!"
Es dauerte eine Weile, bis mir klar wurde, dass es meine Mutter war, die schrie. Irgendwo im Haus, vermutlich in der Küche.
"Jiiiiim!" Der Schrei klang hysterisch.
Schlaftrunken wälzte ich mich auf die Seite und mein Blick fiel auf den Wecker. Sechs Uhr am Morgen. "Mmmh...! Nein!" Frustriert zog ich die Bettdecke über den Kopf. Noch zwei Stunden schlafen.
"Jiim!"
Das konnte nicht wahr sein. Mit einem lautem Krachen wurde meine Zimmertür aufgestoßen, was zur Folge hatte, dass drei Colaflaschen laut klirrend durcheinander fielen.
"James, Mum ruft", quäkte meine kleine Schwester und zog mir mit einem Ruck die Decke weg.
Montagmorgen, Psychoterror!
"Raus!" brüllte ich erbost und warf mit einem Kissen nach ihr. Dann sprang ich aus dem Bett. Scheiße!
"Jiiim!" kreischte es erneut.
"Ja", brüllte ich zurück. "Ich komme ja schon!" Im Halbschlaf torkelte ich über die knarrenden Holzdielen des Flures auf den Lichtschein zu, der aus der Küche drang. Montag!
In der Küche bot sich mir ein Bild des Grauens. Mitten auf dem Fußboden befand sich eine Milchlache, verziert mit den Scherben zweier Gläser, einer Milchtüte und matschigen Toastscheiben. Ein Messer ragte aus dem dunklen Parkett, umgeben von einigen Äpfeln und der halb leeren Cornflakes-Packung. In der Sitzecke gegenüber dem Herd lagen zwei zerbeulte Kochtöpfe und der Inhalt der Kaffeekanne tränkte das Polster der Bank. Inmitten all des Chaos saß auf dem Küchentisch meine Mutter und kreischte hysterisch.
"Bist Du noch zu retten?" fragte ich nach einer Weile der Sprachlosigkeit. "Komm gefälligst von dem Tisch runter!"
"Eine Mau... ei... eine... Maus!" bibberte meine Mutter. "Da!" Sie wies auf die offene Schranktür unter der Spüle. "So... so...so groß!" Sie deutete mittels einer eindeutigen Geste die Maße eines ausgewachsenen Mastkaninchens an.
Ich watete durch die Milchlache, kniete mich vor die offenen Türen des Küchenschranks, starrte suchend in die Dunkelheit in seinem Innern und entdeckte (... zwei rote, leuchtende Augen!) nichts.
"Da ist nichts", versicherte ich und sah vor meinem inneren Auge zwei rote, leuchtende Punkte. Erst jetzt fiel mir die wächserne Blässe meiner Mutter auf. Normalerweise war sie nicht hysterisch. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Maus den Haushalt in Aufruhr versetzte. Aber die hatten keine rot leuchtenden Augen! flüsterte meine innere Stimme. Sicher war unser Haus in einem Vorort von San Francisco kein Paradies für Mäuse, aber es war auch keines jener sterilen Vorstadthäuser wie sie kleine, puritanische Bankangestellte bewohnten. Der holländische Kolonialwarenhändler, der es vor ungefähr hundertfünfzig Jahren auf dem Hügel über der Bay errichtet hatte, hatte das Haus vollständig aus Holz gebaut und mit einem Keller versehen, um seine Waren einlagern zu können. Als meine Eltern das Haus gekauft hatten, war der Keller noch immer mit Bergen von Gerümpel voll gestopft gewesen, das sich im Laufe von etlichen Bewohnern und Jahrzehnten angesammelt hatte. Mein Vater hatte sich vorgenommen, den Trödel wegzuschaffen, doch statt dessen hatte er dem Fundus im Laufe der Zeit noch einiges hinzugefügt.
"Sei nicht albern", brüllte ich meine Mutter an. "Da ist wirklich nichts!" Entnervt begann ich die Sauerei am Fußboden zu beseitigen und schließlich fand meine Mutter den Mut vom Tisch zu steigen und mir zu helfen.

In der Schule waren meine Bemühungen mich zu konzentrieren vergeblich. Aus irgendeinem Grund dachte ich an rote (...Augen?) Punkte. Hatte ich sie wirklich gesehen? Eine Ratte mit roten Augen? Lächerlich! Die Tatsache, dass meine Mutter eigentlich nicht hysterisch war, gab mir zu denken.
"Hey, Bruder, Mann!"
"Was?" Ich schrak aus meinen Gedanken, als mein Kumpel Patrick mich ansprach. Hatte ich tatsächlich das Ende der Mathestunde verschlafen?
"Ich fragte, ob ich Dich mitnehmen soll!"
Ich nickte.
"Himmel, Du hast ein Gesicht gemacht, als hättest Du ein Date mit dem Teufel!" Er klopfte mir auf die Schulter. "Komm schon!"
"Sag mal, haben Ratten rote Augen?" fragte ich nach einer Weile, während wir zu Patricks Auto gingen.
"Was?" Patrick sah mich entgeistert an.
"Haben Ratten rote Augen?"
Er brach in schallendes Gelächter aus. "Klar! Und Zähne wie ein T-Rex!"
Irgendwie hielt ich es für besser nicht weiter zu fragen.

"Mach's gut!" Ich stieg aus dem Wagen.
"Bis morgen!" rief Patrick mir durch das offene Wagenfenster nach. "Grüße die rotäugigen Ratten!" Dann fuhr er mit quietschenden Reifen davon.
Ich blieb vor der Haustür stehen, aber gerade, als ich den Schlüssel ins Schloss stecken wollte, machte mein Vater die Tür auf. Es kostete mich nur einen flüchtigen Blick in sein grimmiges Gesicht, auf die staubige Jeans und seine dreckigen Hände, um festzustellen, dass etwas Furchtbares passiert sein musste.
"Du...!" brüllte er. "Du wirst mir jetzt erklären, was hier gespielt wird!"
Ich zuckte zusammen. "Was?" fragte ich und trat ein.
"Deine Mutter...! Ach, scheiße!" Er knallte die Tür zu, lief in die Küche und hantierte am Kühlschrank. Eigentlich war mein Vater ein ziemlich cooler Typ und ich konnte mich auch nicht erinnern, dass er mich jemals angebrüllt hatte. Allmählich dämmerte mir, dass es vielleicht...! Ich folgte ihm in die Küche und entdeckte meinen Vater am Küchentisch hinter einer Flasche Bier. Ich ahnte, dass Vorsicht geboten war.
"Da!" Er schob mir ein Bier und die Schachtel Zigaretten zu.
Ich war so verblüfft, dass ich mir umgehend eine ansteckte. Erstens: Mein Vater war Nichtraucher! Zweitens: Er hasste Bier! Drittens: Ich darf nicht einmal in unserem Garten rauchen!
"Was ist passiert?" fragte ich behutsam.
Inzwischen hatte mein Vater sich weitgehend beruhigt und war in der Lage mir zu berichten, dass meine Mutter mit meiner Schwester zu ihrer Freundin Cathy gefahren war.
"Sie rief mich in der Kanzlei an, sagte mir, ich solle den Keller entrümpeln, und dass sie nicht eher das Haus betreten würde, bis ich die Ratte erledigt haben werde!"
"Ich habe es geahnt", seufzte ich. "Ich habe es geahnt!"
Das konnte nicht wahr sein! Meine Mutter hatte wegen einer Ratte das Haus verlassen. Und die hatte leuchtende, rote Augen! meldete sich die Stimme in meinem Hinterkopf. Nein! antwortete ich der Stimme, aber die Stimme war beharrlich. Doch! erwiderte sie.
"Mein Sohn, wir wollen doch beide, dass deine Mutter so schnell wie möglich wieder nach Hause kommt", sagte mein Vater.
"Natürlich", antwortete ich abwesend.
"Gut!" Er stand auf. "Dann sind wir uns ja einig, dass wir jetzt gemeinsam in den Keller gehen und aufräumen!"
Entsetzt sah ich ihn an. "Muss das sein?"
Aber er war schon auf dem Weg. Ich lief hinterher.

Die Dunkelheit des Kellers drang die Treppe hinauf, die eigentlich nur eine morsche Leiter mit einem wackligen Geländer war. Über der Treppe hing eine staubige Glühbirne. Langsam stieg ich hinunter in die Finsternis.
"Jim, kannst Du mal das Licht anmachen?"
Am Fuß der Treppe angelangt, zog ich an der Schnur, die von der Decke baumelte und die Glühbirne leuchtete flackernd auf. Der mit Gerümpel voll gestopfte Keller war in bizarre Schatten getaucht und in allen Winkeln schimmerten uralte Spinnweben. Der Keller maß etwa die Grundfläche des Hauses, bestand jedoch nur aus einem einzigen Raum, dessen Decke von zahlreichen Stützpfeilern getragen wurde. Ich war noch nie unten gewesen, denn ich habe eine natürliche Abneigung gegen Staub und Spinnweben. Der Keller sah genauso aus, wie ich es mir vorgestellt hatte: Kisten, Kartons, alte Möbel von ausgeprägter Scheußlichkeit, Lampen und Blumentöpfe lagen und standen in wirrem Durcheinander herum. Seit dem letzten Erdbeben hatte niemand mehr aufgeräumt. Mitten im Raum stand ein riesiger, gusseiserner Ofen, dessen rußgeschwärztes Rohr irgendwo in der Decke verschwand.
"Hier", sagte mein Vater.
Ich fuhr zusammen. "Was?"
"Junge, hier hast Du eine Säge! Wir werden das ganze Zeug zersägen und im Ofen verbrennen. Der Rest wird weggeworfen!" Er war von dynamischer Entschlossenheit.
"Aber das ist vielleicht alles eine Menge wert", wand ich ein.
"Wenn Du die nächsten zwanzig Jahre abwaschen, kochen, putzen und bügeln möchtest, dann lass das Gerümpel hier stehen", erwiderte mein Vater bissig "Denn dann wird deine Mutter nie wieder einen Fuß in dieses Haus setzen!"
Das war ein überzeugendes Argument.

Nach zwei Stunden Arbeit brannte im Ofen ein großes Feuer und verbreitete im Keller nahezu tropische Hitze. Wir hatten mehrere Quadratmeter entrümpelt, fünf morsche Stühle, einen Tisch und diverse vereinsamte Schubladen zersägt und verbrannt. Mein Vater entwickelte eine wahrhaft diabolische Zerstörungswut. Ich glaube, er war wirklich sauer. Während ich eine alte, mit Kleidern gefüllte Truhe durchwühlte, machte er sich wie ein Berserker an einen Schrank zu schaffen
"Hilf mir mal! Ich kriege die Tür nicht auf!" Er ließ die Axt auf den Boden poltern und griff nach einem Brecheisen.
Ich sah ihm fasziniert zu. Spinnweben hingen in seinem Haar und Schweißperlen standen auf seiner Stirn. Mit vereinten Kräften zerrten wir an der Schranktür. Unvermittelt sprang sie auf.
Dann sprang ich mit einem lauten Schrei zurück. "Das ist ja eklig!"
Mein Vater hob eines der Dinger, die aus dem Schrank gefallen waren, auf: Haarig, ledrig, mit großen toten Augen. "Unglaublich, ein Schrumpfkopf", sagte er fassungslos. "Großer Gott!"
Das Ding starrte uns an. Sein Blick war schmerzverzerrt. Ich wagte gar nicht daran zu denken, was wir noch alles finden würden. Vielleicht eine Ratte mit roten Augen! meldete sich meine innere Stimme.
"Ins Feuer damit!" Mein Vater warf mir den Schrumpfkopf zu und ich fing ihn angewidert auf.
Er verbrannte mit leisem Zischen und es gab einen lauten Knall, als der Schädel zerbarst.

Nach zwei weiteren Stunden hatten wir den Schrank, eine Truhe, mehrere Bettlatten, einige Kartons mit Sägemehl und etwa drei Kleiderständer mit Lumpen vernichtet. Während dessen hatte ich zum Ärger meines Vaters einen alten, vergoldeten Bilderrahmen, zwei antike Photoapparate und einen Schatulle mit Einlegarbeiten aus Elfenbein zur Seite gelegt, in der ich eine Perlenkette und ein Granatarmband gefunden hatte. Nebenbei hatten wir mehrere Tonnen Staub aufgewirbelt und eine verdächtig große Anzahl von Kotkötteln entdeckt.
"Die sind von einer Maus", bemerkte mein Vater trocken.
"Wohl eher von einer Ratte!" (... und die hat rote Augen!)
"Blödsinn!"
"Mir reicht's", sagte ich. "Ich mache jetzt Schluss!" Entschlossen warf ich Säge und Axt zu Boden und sah meinen Vater herausfordernd an, aber augenscheinlich hatte er seine Aggressionen abreagiert, denn er nickte.
Als sich die Kellertür hinter mir schloss, war ich entsetzlich froh.

Das dürftige Abendessen verlief schweigend und eine absonderliche Ruhe lag über dem Haus. Meine kleine Schwester und meine Mutter, sonst Urheber hektischen Lärms, fehlten.
"Ich befreie dich für morgen von der Schule", sagte mein Vater plötzlich zwischen zwei Schluck Bier.
"Was?" Ich traute meinen Ohren nicht. Doch plötzlich begriff ich. "Nein!" Ich war wirklich wütend. "Ich werde morgen nicht alleine den Keller aufräumen, während Du im Büro eine ruhige Kugel schiebst!"
"Keine Sorge! Ich gehe morgen nicht zur Arbeit!"
Ich sprang auf. "Seid ihr eigentlich alle verrückt geworden?" brüllte ich erregt. "Ihr könnt doch nicht wegen einer einsamen Ratte so ein Theater veranstalten!"
"Es sei denn, sie hat rote Augen", antwortete mein Vater mit dem Blick eines Meskalin-Propheten auf dem Horrortrip.
"Was...?" Meine Stimme klang heiser. "Was hast Du gesagt?"
Mein Vater sah mich überrascht an. "Ich habe nichts gesagt!"

In dieser Nacht schlief ich nicht gut und ich hörte eigenartige Geräusche vor meiner Tür.
"Jim!" Mein Vater riss die Tür auf und Tageslicht fiel auf mein Gesicht, so dass ich hochschreckte.
"Ja, was ist?" Verschlafen rieb ich mir die Augen und gähnte. Was für eine Nacht.
"Was ist mit deiner Tür passiert?"
Mit einem Schlag war ich hellwach. Mitten in der Tür prangte ein großes, zackiges Loch mit angenagten Rändern. Eine Gänsehaut rieselte mir über den Rücken, mein Mund war trocken.
"Ich...!" krächzte ich. "Ich muss dir was erklären!"
Mein Vater sah sich das Loch in der Tür an. "Was wir da unten im Keller suchen, ist doch eine Ratte, oder?"
"Nein... Doch! Ich weiß nicht, was es ist!" Meine Stimme zitterte.
Mit zwei langen Schritten war mein Vater bei mir. "Was hat dieses Loch in die Tür gemacht?" brüllte er, eher hysterisch als wütend.
Ich glaubte, dass es nun an der Zeit sei ihm von den roten Augen zu erzählen. Und das tat ich. Er schien es zu glauben. Tatsächlich! Er glaubte es. Zweimal schluckte er trocken, dann wich die Furcht aus seinen Augen.
"Was auch immer es ist..." sagte er. "Wir werden es erwischen! Und dann wird es den Weg alles Irdischen gehen!!"
Während er das sagte, hatte ich ein Geräusch im Ohr. Es war das Geräusch, welches man hört, wenn jemand den Hahn an einem Revolver spannt, bevor er abdrückt.
Fünf Minuten später waren wir im Keller. Allerdings hatte mein Vater sich ein altes Pfadfindermesser umgeschnallt und ich hatte ein langes Küchenmesser im Gürtel. Wir arbeiteten hastig und schweigend. Nur das Knistern von brennendem Holz war zu hören.
"Hast Du schon irgend etwas entdeckt?"
"Nein!" Ich machte mich daran eine alte Korbtruhe in die Nähe des Ofens zu zerren, um sie zu zersägen. Dann ließ ich mich darauf nieder, seufzte und sah mich im Keller um.

Wir hatten bereits drei Viertel des Kellers entrümpelt. Mein Vater hantierte an einem alten Eichenbufett. Ich seufzte erneut. Ich war völlig erledigt. Alle Ratten waren mir egal. Selbst die mit roten Augen. Andererseits hatte ich auch keine Lust die nächsten zwanzig Jahre Hausmann zu spielen. Ächzend erhob ich mich und versetzte der Truhe einen heftigen Tritt. Sie schlitterte über den Boden in einen dunklen Winkel des Kellers und blieb raschelnd stehen.
"Was hat dieser Holländer bloß für ein Gerümpel angesammelt?" fluchte mein Vater. "Sieh dir das an!" Er hielt einen schwarzen Kasten hoch.
"Was ist das?"
"Duellpistolen!"
"Aufheben", bestimmte ich.

"So, das war das letzte Möbelstück", stellte mein Vater gegen Mitternacht fest und warf die letzten Reste eines alten Feldbettes in die Flammen. "Nur noch alte Holzkisten mit Sägemehl!"
Ich nickte ergeben. "Nur keine rotäugigen Ratten", fügte ich hinzu, doch in diesem Moment ertönte ein leises Fauchen aus dem Kistenberg und wir fuhren herum.
Gerade rechtzeitig, um einen dunklen Schatten aus einer der Kisten springen zu sehen, dessen rot leuchtende Augen uns einen Moment lang fixierten. Dann verschwand das Biest irgendwo im Dunkel.
"Was war das?" fragte mein Vater leise. "War es das?"
"Ich glaube, ja...!"
"Sah nicht besonders groß aus, was?"
"Nein", wisperte ich. "Aber es hatte rote Augen! Und denk an das Loch in der Tür!"
Mein Vater sah mich strafend an. "Du siehst zu viele schlechte Filme, James", wies er mich zurecht und ging auf die Kisten zu.
"Dad", rief ich flehentlich. "Sei nicht albern!"
Er begann in den Kisten zu kramen und trug eine nach der anderen zum Ofen. Nichts geschah. Ermutigt begann ich die Kisten in den Ofen zu stopfen.
"Scheiße!" Ich wich entsetzt zurück.
"Was?"
Zu meinen Füßen saß ein kleines pelziges Tier, das aus einer der Kisten gesprungen war. Es gab quiekende Laute von sich und bewegte sich nicht. Mein Vater hob es auf.
"Was ist das?"
Er begutachtete das Fellbündel. "Ein Hamster!"
"Ein Hamster?"
"Ja, beinahe hätten wir ihn verbrannt! Das war also deine rotäugige Ratte, was! Kaum zu glauben! Hier, bring ihn nach oben! Jetzt haben wir ja gefunden, was wir gesucht haben!" Er reichte mir das Tier.
Ich setzte ihn in eine kleine Holzkiste und wir nahmen ihn mit nach oben.

Die roten Augen der Ratte leuchteten in der Dunkelheit meines Zimmers und kamen näher und näher. Das Tier fletschte die Zähne und fauchte. Ich war unfähig mich zu rühren. Dann sprang die Ratte auf mich zu, das Maul aufgerissen, landete mit allen krallenbewehrten Tatzen auf meiner Brust und schlug die Reißzähne in meine Kehle.
"Loslassen", kreischte ich gurgelnd.
"Hey, hey, hey! Jim! Aufwachen!"
Puh! Ich schlug die Augen auf und erblickte meinen Vater, der eine Hand an meiner Schulter hatte und mich sanft schüttelte. Mit einem Satz war ich aus dem Bett gesprungen.
"Fass mich nie wieder an, wenn ich einen Alptraum habe", sagte ich und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
"Okay, okay!" Mein Vater nickte. "Frühstück!"
Gerade, als ich den ersten Schluck Kaffee trinken wollte , klingelte es an der Tür.
"Sieh mal nach, wer das ist", nuschelte mein Vater mit vollem Mund und ich ging zur Haustür und öffnete sie.
"Sei gegrüßt, Bruder!"
Ich erstarrte. Vor mir stand ein unbeschreibliches Exemplar der männlichen Spezies.
"Hi", sagte ich trocken und musterte den Freak. Er trug knallgelbe Lederhosen, ein Hemd mit großzügigem Blumenmuster, eine verspiegelte Sonnenbrille und ausgelatschte Westernstiefel. Die Haare waren blond, lang und lockig, der Dreitagebart sorgfältig gepflegt und der Brillantohrring echt. Er war genau der Typ, der sein Leben mit Tennis oder Surfen finanziert. Oder er war schwul und hatte einen reichen Liebhaber.
"Was kann ich für Sie tun?" fragte ich.
"Ich wohne gegenüber! Eric Rosenheimer!" Er schüttelte mir die Hand.
Wo hatte ich den Namen schon gehört oder gelesen?
"Wer ist da?" brüllte mein Vater aus der Küche.
Ich betrachtete den Typen noch einmal ausgiebig, dann bat ich ihn herein. Mein Vater sah ihn an, als hätte er Antennen auf dem Kopf. Ich gebe zu, dass das auch keinen Unterschied gemacht hätte.
"Mister Rosenheimer?" fragte er.
"Hören Sie, Mister", sagte der Freak kaugummikauend. "Ich habe etwas verloren und es kann nur bei ihnen sein!" Er kramte in seiner Jackentasche und zog etwas heraus, das wie ein Handy aussah. Dann setzte er sich und nahm sich ungeniert einen Kaffee. "Sie kennen Stephen King?"
Wir nickten.
"Sie wissen, dass seine Kurzgeschichte Nachtschicht verfilmt wird?" Er lehnte sich stolz zurück und verschränkte die Arme. "Ich mache die Spezialeffekte!"
Aha, daher kannte ich den Namen.
"Wer hätte gedacht, dass wir so illustre Nachbarn haben", bemerkte mein Vater trocken.
Der Freak überhörte die abfällige Bemerkung geflissentlich. "Na ja, Sie wissen ja, worum es in dem Film geht...!" Er hantierte an dem Handy, das wohl doch keines war, herum und blickte erwartungsvoll auf die Küchentür.
Ein lautes Fauchen erklang auf dem Flur und in der Dämmerung glühten rote Augen, die langsam näher kamen. Als die erstaunlich große Ratte zu Rosenheimers Füßen sitzen blieb, erloschen ihre Augen.
Mein Vater brach in schallendes Gelächter aus.
"Genial, was?" fragte Rosenheimer und setzte das Biest auf den Küchentisch. "Eine elektronische Riesenratte. Wie sie zu ihnen gekommen ist, weiß ich nicht! Die Fernsteuerung war kaputt. Sieht richtig echt aus, was?" Er grinste.
"In der Tat...!"
"Nun, nichts für ungut, Nachbar!" sagte der Freak und klopfte mir auf die Schulter. "Wenn Sie wollen, können sie ein paar Tage bei den Dreharbeiten zusehen!"
"Das wird nicht nötig sein", sagte mein Vater und wies mit dem Daumen auf das Telefon an der Wand neben der Küchentür. "Ruf deine Mutter an, James! Ich werde derweil den jungen Herren und seinen Ratte nach draußen begleiten!" Dann nahm er die Ratte, fasste den verdutzten Freak an der Schulter und schob ihn aus der Küche.

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Nicht nur, dass jemand in das verwaiste Anwesen in der Black Forrest Ave 1.666 zieht, in dem vor Jahrzehnten die gesamte Familie Beresford auf mysteriöse Art und Weise den Tod fand, jetzt taucht auch noch ein Mann auf, der dem Butler der Beresfords zum verwechseln ähnlich sieht. Und wer ist die schöne Charlotte, die der damals verstorbenen Tochter der Beresfords wie aus dem Gesicht geschnitten ist und sogar deren Namen trägt?
Das sind nur zwei der seltsamen Geschehnisse, denen der Jurastudent Tom zusammen mit seinem Freund Kyle und seinem rüstigen Großvater Henry auf den Grund gehen wollen.
Doch was sie schließlich entdecken, übersteigt ihre kühnsten Erwartungen, denn die Mauern des alten Anwesens bergen ein düsteres Geheimnis.
Erst als es bereits zu spät ist, erkennen Tom und Kyle, dass es mehr als nur gefährlich ist, seine Nase in Angelegenheiten zu stecken, die lieber nicht ans Tageslicht kommen sollten.

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